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Giacometti, Alberto

*1901 Borgonovo (CH) – †1966 Chur (CH)

Der schweizer Maler, Bildhauer und Grafiker Alberto Giacometti gilt als einer der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische Schaffenszeit verbrachte er hauptsächlich in Paris. Während er sich in den Anfängen seines Werks mit surrealistischen und kubistischen Fragen auseinandersetzte, widmete er sich später gänzlich den "Kompositionen mit Figuren". Archaische, bildhauerische Arbeiten, für die der Künstler heute weltbekannt ist und in allen bedeutenden Museen ausgestellt wird. 
 
Zwar galt die Art seines Schaffens in den 40er und 50er Jahren neben Konzeptkünstlern wie bspw. Marcel Duchamp als veraltet, jedoch gelang es Giacometti trotz traditioneller Arbeitsweise, ein außerordentliches Gesamtwerk dieser Art zu schaffen. Er bildet nicht einfach die Wirklichkeit nach, sondern geht auf abstraktere Weise einen entschiedenen Kampf mit der Tradition bildhauerischer Mittel ein. So scheint es gerade diese Auseinandersetzung zu sein, die seinen Figurenkompositionen einen einzigartigen Ausdruck verleiht. Er hält an der menschlichen Figur fest und schafft immer und immer wieder fragile, kraftlos erscheinende, in die Länge gewachsene Körper. Trotz äußerlicher Fragilität haften sie mit Schwere und Entschiedenheit an ihren Sockeln. Giacometti thematisiert Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit. Durch seine Handschrift jedoch schafft er aus diesen schweren Themen Formen, von denen man das Auge kaum abwenden kann. Oberflächen voller Furchen, die gestrichelt einen Rhythmus schaffen, der unseren Blick an der Figur entlang wachsen lässt. So evoziert er ein angenehmes Gefühl der Akzeptanz und schließlich Momente, in denen es nicht mehr nötig scheint, einen Grund für Elend und einen Rezipienten für Anschuldigungen zu suchen. Ein Ausdruck des Innehaltens, der heute aktueller denn je ist. 
 
Um diese Themen zu transportieren, benötigte Giacometti nicht immer eine aufwendige, bildhauerische Arbeit. Schon in seinen Skizzen und Grafiken gelang es ihm, diese Themen intensiv zu verbildlichen. In Zeichnungen ging es Giacometti um die Körperlichkeit der Objekte und ihrer Phänomenologie im Raum. Anlässlich einer Ausstellung  im Jahre 1951 entstanden erste druckgrafische Arbeiten. Seine bekannteste lithographische Serie "Paris sans fin" umfasst 150 Drucke und wurde postum 1969 veröffentlicht. 




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Alberto Giacometti: Annette de face, 1956, Original-Radierung

Frühe Radierung mit einem Halbakt von Annette Giacometti, der Ehefrau des Künstlers

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Alberto Giacometti: Original-Lithographie "Fleurs" Arches Bütten

Seltene Originalgrafik des Künstlers für Fernand Mourlots "Souvenirs et portraits d'artistes"

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