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Antes, Horst

*1936 Heppenheim (DE)

Horst Antes wurde 1936 im hessischen Heppenheim geboren. Als deutscher Maler, Bildhauer und Grafiker ist er Vertreter der neuen Figuration, seine Kunst unverwechselbar einprägsam. Antes Werk ist breit gefächert. Er beeindruckt mit zahlreichen bildhaften Zeichen. Neben Gemälden und Druckgrafiken schuf er auch Skulpturen für den öffentlichen Raum. Von 1957-59 studierte Antes an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei HAP Grieshaber.
 
Schon früh suchte der Künstler nach einer neuartigen figurativen Sprache. Der Abstraktion in der Kunst, die in der Nachkriegszeit vorherrschend war, opponierte Antes mit seinem Motiv des kahlköpfigen "Kopffüßlers", einer meist männlichen Figur im Profil mit schwerem Haupt, das im monumentalen Stil auf Beinen und Armen ohne Rumpf sitzt. Bei Betrachtung manifestiert sich die Profilansichtigkeit, während sich die Farbe der Form unterordnet. Diese radikale Reduzierung im Motiv gilt als Metapher, die den Konflikt zwischen Gesellschaft und Mensch mit einer ironischen Haltung behandelt. Der Bauch als Ballast. So wurde der Kopffüßler schnell zu Antes Erkennungsmerkmal.
 
Die reine Abstraktion schien ihm jedoch unmenschlich, sodass er intensiver nach einer konkreten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper suchte. Schon als 29-jähriger formulierte er entschieden sein Arbeitsthema mit der konkreten Gestalt und einer universalen Existenz. Für die Bundesgartenschau in Karlsruhe 1967 entwickelte Antes den Garten der sieben Denkmäler der Lüste, der aus farbigen Stahlblech-Plastiken besteht. Anknüpfend an diesen Stil fertigte er 1973 eine Serie von Riesenköpfen aus geschweißten Chromnickelstahl-Platten, deren Motive auch immer wieder in seinem druckgrafischen Werk auftauchen. So schuf er zahlreiche farbige Lithographien, die interessante Zeitzeugen der "neuen Figuration" sind und noch heute viel Anklang finden.
 
Trotz seines Erfolges mit figurativen Entwürfen in Keramik, Stahl, Bronze und zahlreichen Druckgrafiken brach er in den 1980ern mit eben dieser Figuration und entschied sich für die dennoch gleichsam allegorische Darstellung von in die Länge gezogenen Häusern. Ähnlich des Kopffüßlers mit entschiedener Reduktion auf das charakteristische Merkmal ohne Fenster und Türen. Seit 1990 lebt und arbeitet Antes in Karlsruhe, Berlin und Florenz. Seine Arbeiten sind mittlerweile auf der ganzen Welt sowie in zahlreichen großen Sammlungen in Deutschlands zu sehen.




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Horst Antes: "Portrait Michelangelo" Original-Lithographie 1975

Großes, ausdrucksstarkes Kopffüßler-Blatt in 9 Farben auf BFK Rives Bütten

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Horst Antes: "Parken verboten" - mit 75 Original-Gravüren von 1961

Seltener, kompletter Band mit 75 Arbeiten aus Antes' Frühwerk, sign./numm.

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